Warnzeichen und wann du absteigen musst
Die wichtigsten Regeln in der Höhe. Lies sie vor jeder Tour.
Drei Regeln
1. Beschwerden in der Höhe sind Höhenkrankheit, bis das Gegenteil bewiesen ist. Kopfschmerzen, Übelkeit, ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwindel nach einem Höhengewinn sind ernst zu nehmen.
2. Mit Beschwerden nicht höher schlafen. Bleib auf derselben Höhe, bis die Beschwerden abgeklungen sind – oder steig ab.
3. Werden die Beschwerden schlimmer: absteigen. Warte nicht bis zum nächsten Morgen, wenn es schlechter wird.
Notfallzeichen – sofort absteigen und Hilfe holen
• Gangunsicherheit: Stolpern, kein gerader Strich-Gang (Ferse an Zehe) möglich • Verwirrtheit, ungewöhnliches Verhalten, starke Schläfrigkeit oder Bewusstseinstrübung • Atemnot in Ruhe oder Atmung, die sich in Ruhe nicht erholt • Anhaltender Husten, Engegefühl in der Brust, schaumiger oder blutiger Auswurf • Starke Kopfschmerzen oder Erbrechen, die nicht nachlassen
Das können Zeichen eines Höhenhirn- oder Höhenlungenödems sein, die tödlich verlaufen können. Bei Verdacht auf schwere Höhenkrankheit sind sofortiger Abstieg und medizinische Hilfe nötig. Schon wenige hundert Höhenmeter können helfen; steig weiter ab, bis die Beschwerden deutlich nachlassen.
Achtet aufeinander
Wer ein Höhenhirnödem hat, bemerkt die eigene Verwirrtheit oft nicht. Beobachte deine Begleiter und sprich Veränderungen an. Lass niemanden mit Beschwerden allein und schick niemanden allein ins Tal.
Kläre vor der Tour, wie du auf deiner Route absteigen, einen Rettungsdienst erreichen und medizinische Hilfe bekommen würdest.
Allgemeine Information, keine medizinische Beratung. Bei Symptomen in der Höhe nicht weiter aufsteigen. Siehe medizinischer Hinweis.