So funktioniert Akklimatisierung
Wie sich dein Körper an dünnere Luft anpasst, wie lange das dauert und was hilft.
Anpassung an weniger Sauerstoff
Akklimatisierung umfasst alle Veränderungen, mit denen dein Körper bei weniger Sauerstoff funktioniert. Innerhalb von Stunden atmest du schneller und tiefer. In den folgenden Tagen gleichen die Nieren deine Blutwerte aus, damit du weiter mehr atmen kannst, und Herz und Kreislauf stellen sich um. Über Wochen bildet dein Körper mehr rote Blutkörperchen.
Diese Veränderungen brauchen Tage. Deshalb ist ein schrittweiser Höhengewinn wichtiger als deine Fitness.
Akklimatisierung geht Stufe für Stufe
Wer an eine Höhe angepasst ist, ist es noch nicht an eine größere. Jeder deutliche Gewinn an Schlafhöhe erfordert neue Anpassung.
Akklimatisierung geht auch wieder verloren: Nach Tagen bis Wochen im Tal ist ein Großteil davon abgebaut.
Was hilft
Ein schrittweiser Anstieg der Schlafhöhe, zusätzliche Nächte auf gleicher Höhe und Zeit in mittleren Höhen vor der Tour helfen. Ausreichend trinken, genug essen und sich in den ersten Tagen auf neuer Höhe nicht zu verausgaben unterstützt den Körper – ersetzt aber keinen langsamen Aufstieg.
In manchen Situationen können Medikamente zur Vorbeugung eingesetzt werden. Ob das für dich sinnvoll ist und wie du sie nimmst, besprichst du vor der Reise mit einer Ärztin oder einem Arzt.
Jeder Mensch ist anders
Menschen akklimatisieren sich unterschiedlich schnell, und dieselbe Person kann auf verschiedenen Touren unterschiedlich reagieren. Hör auf deinen Körper und auf die Menschen um dich – nicht nur auf den Plan.
Allgemeine Information, keine medizinische Beratung. Bei Symptomen in der Höhe nicht weiter aufsteigen. Siehe medizinischer Hinweis.